Ihr Hörgeräte Akustiker in Engen, Stockach und Radolfzell

Ihr Akustiker in Engen


Das ABC des Hörens

 


A – Audiogramm:

 Das Audiogramm ist das Ergebnis der Hörmessung. Im Audiogramm wird die individuell und subjektiv gemessene Hörkurve dargestellt.

A – Abformung:

Eine Ohrabformung wird im Laufe einer Anpassung genommen, um eine individuelle Otoplastik herzustellen. Dabei wird nach der Otoskopie eine Watte oder ein Schaumstoff-Stöpsel in den Gehörgang gesetzt um diesen abzudichten. So ist das Trommelfell geschützt. Anschließend wird eine Masse, ähnlich wie Knete, in das Ohr gespritzt. Diese härtet innerhalb weniger Minuten aus und kann dann dem Ohr entnommen werden. So entsteht das Negativ eines Ohres zur Weiterverarbeitung.


A – Akku:

Inzwischen kann bei der Hörsystemwahl auch zwischen Akku und Batterie unterschieden werden. Die Akkus der Hörsysteme werden über Nacht in einer dazugehörenden Ladeschale aufgeladen. So sind die Hörsysteme morgens vollgeladen und haben eine Laufzeit bis zu 24 Stunden. Leere Batterien mitten beim Einkauf ade!


B – Basisversorgung:

 Die Basisversorgung ist die Versorgung, welche komplett von der Krankenkasse übernommen wird. Diese beinhaltet Hörgeräte mit Digitaltechnik, 6 Frequenzkanälen, Rückkopplungs – und Störgeräuschreduzierung sowie ein Ohrstück zur Anbindung an das Ohr. Es ist lediglich eine Rezeptgebühr von 10€ pro Ohr zu begleichen.

B – Batterie:

 Klassisch werden Hörgeräte mit speziellen Zink-Luft-Batterien betrieben. Diese gibt es in vier unterschiedlichen Größen.

C - Cochlea:

 Die Cochlea, auch Hörschnecke genannt, ist Teil des Innenohrs und dafür verantwortlich, dass der gehörte Ton in einen elektrischen Reiz umgewandelt wird, der vom Gehirn verarbeitet werden kann. Ist die Cochlea beschädigt kann dies zu kompletter Ertaubung führen.

C - Cochlea Implantat:

Das Cochlea Implantat (abgekürzt CI) ist ein implantierbares Hörsystem, welches die grundlegende Funktion des Innenohres ersetzt. Das CI besteht aus einem Sprachprozessor mit Mikrofon und Spule sowie dem implantierten Gegenstück mit der Stimmulationselektrode. Das System wandelt die aufgenommenen Schallwellen in elektrische Impulse um, welche an den Hörnerv weitergegeben und so vom Gehirn verarbeitet werden können.

C – CROS:

Eine CROS-Versorgung kommt dann in Frage, wenn ein Ohr ertaubt ist oder keine Sprachverständlichkeit mehr vorhanden ist. Das „schlechte“ Ohr trägt dabei ein Hörsystem welches nur der Schallaufnahme dient. Das empfangene Signal wird dann auf das Hörgerät auf dem guten Ohr übertragen und in das Ohr geleitet.

D – Direct Streaming:

Direct Streaming ermöglicht es, die Hörsysteme mit einem Smartphone zu verbinden und so sämtliche Klänge des Telefons direkt in die Hörgeräte zu übertragen. So können beispielsweise Telefonate direkt mit den Hörsystemen durchgeführt werden – ohne sich das Telefon ans Ohr halten zu müssen. Auch Musik oder andere Audioausgaben des Smartphones werden in die Hörsysteme übertragen.

E – Erster Termin:

Der erste Termin dient der Aufklärung und Bedarfsermittelung. Eine ausführliche Anamnese ist die Grundlage. So ist es für die Akustiker:innen wichtig zu wissen, ob bereits Vorerkrankungen des Ohres bekannt sind oder ob Medikamente eingenommen werden,  die sich auf das Ohr auswirken können. Nach einer Analyse Ihrer Hörumgebung und einer ausführlichen Hörmessung wird dann eine Abformung von jedem Ohr genommen. So kann ein individuelles Ohrstück gefertigt werden.

F – Freifeld:

Als Freifeld wird in der Akustik die Messung über Lautsprecher statt mit einem Kopfhörer bezeichnet. Eine Freifeld-Messung wird beispielsweise genutzt um das Sprachverstehen mit Hörsystemen zu überprüfen. Mithilfe mehrerer Lautsprecher und einem Rauschen kann so eine Alltagssituation mit Sprache und Nebengeräuschen simuliert werden.

G – Gehörschutz:

In den verschiedensten Situationen kann ein Gehörschutz nützlich oder sogar notwendig sein. Dies ist beispielsweise bei einem Lärmarbeitsplatz oder bei Arbeiten mit lauten Maschinen der Fall. Aber auch im privaten Bereich kann Bedarf für einen Gehörschutz vorhanden sein, beispielsweise ein Schlafschutz für erholsamen Schlaf bei schnarchenden Partner:innen oder für den gesunden Musikgenuss beim nächsten Konzert. Für jeden Bedarf gibt es den passenden maßangefertigten Gehörschutz. Dieser wird individuell an jedes Ohr angepasst und mit entsprechendem Filter ausgestattet.

H – Hilfsmittel:

Hörsysteme gelten als Hilfsmittel. Hilfsmittel werden von ärztlichem Personal verordnet und deshalb von der Krankenkasse bezuschusst.

H – Hörtraining:

Durch das Tragen von Hörsystemen ändert sich der gewöhnte Höreindruck. Vieles klingt durch das Hörsystem ungewohnt. Deshalb empfiehlt sich ein intensives Hörtraining. So steigt die Akzeptanz der Hörsysteme, erleichtert das Sprachverstehen und die Orientierung in lauter Umgebung.

H – Hörentwöhnung:

Oft wird ein Hörgerät am Anfang als schrill oder laut klingend beschrieben. Dieser Effekt lässt jedoch mit der Zeit nach. Das Problem hierbei ist die Hörentwöhnung. Das Gehirn hat „normales“ Hören über die Dauer der Entstehung des Hörverlusts verlernt. Durch den Ausgleich des Hörverlusts mit Hörgeräten muss das Gehirn das Verarbeiten der neuen Höreindrücke erneut erlernen. Dies ist ein Prozess, welcher einige Zeit benötigt. Unterstützend kann hier ein Hörtraining durchgeführt werden.

I – Innenohr:

Das Innenohr ist einer der wichtigsten Teile des Hörens. Dort werden die ankommenden Schallwellen in elektrische Nervenimpulse umgewandelt, welche über die Hörbahn ins Gehirn geleitet werden. Das Gleichgewichtsorgan ist ebenfalls im Innenohr angesiedelt.

I – IdO:

Das Im-Ohr-Gerät (kurz IdO) ist ein Hörsystem, welches sich komplett im Ohr befindet. Die Größe und Sichtbarkeit des Geräts sind abhängig von den anatomischen Gegebenheiten des Ohres und der gewünschten Technik. So bieten kleine Gehörgänge oftmals nicht genug Platz um das Gerät komplett im Ohr verschwinden zu lassen. Trotzdem stehen diese Hörsysteme dem Hinter-dem-Ohr-geräten in nichts nach!

J – Ja das fehlt noch was:  

K - Knochenleitung:

Der Körper kann den Schall nicht nur über unser Ohr wahrnehmen, sondern auch über unsere Knochen. Bei Messungen der Knochenleitung wird dazu ein spezieller Kopfhörer auf den Mastoid (Knochen hinter dem Ohr) aufgesetzt. Die Messung umgeht das Außen- und Mittelohr. So können Schädigungen dieser Regionen erkannt beziehungsweise ausgeschlossen werden.

L - Lärmarbeitsplatz:

Lärm ist störend doch bei manchen Arbeitsplätzen lässt sich Lärm nicht vermeiden. Bei einem täglichen durchschnittlichen Lärmpegel von 80 dB (A) wird von einem Lärmarbeitsplatz gesprochen. Dabei ist das Arbeiten mit Gehörschutz vorgeschrieben. Sollte der Arbeitnehmer ein Hörsystem benötigen, gibt es auch für diese spezielle Art die passende Versorgung.

M - Mittelohr:

Das Mittelohr befindet sich hinter dem Trommelfell und umfasst die Paukenhöhle sowie die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Ambos und Steigbügel). Die auf dem Trommelfell ankommenden Schallwellen setzen dies in Bewegung. Die daran anliegenden Gehörknöchelchen wandeln die Schallwellen in eine mechanische Bewegung um, die das Innenohr stimuliert.

N - Nachversorgung:

Hörgeräte können sich im Inneren im Laufe der Zeit durch eindringende Körperflüssigkeiten in einem reparaturanfälligen Zustand befinden. Ein Ausfall ist dann jederzeit möglich und anfallende Reparaturen können aufgrund mangelnder Ersatzteile nicht mehr garantiert werden.  Auch die Technik in Ihren Hörsystemen erreicht über die Zeit ein gewisses Alter und es stellt sich die Frage, ob Sie überhaupt noch nach dem aktuellen Stand der Technik versorgt sind. Es stellt sich also die Frage, ob es Zeit für neue Hörsysteme ist. Die Versorgungsverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen legen einen Versorgungszeitraum von 6 Jahren fest, was für Sie bedeutet, dass Ihre Krankenversicherung eine Folgeversorgung bezuschusst.

O – Otoplastik:

Die Otoplastik (auch Ohrstück genannt) ist das Teil, welches das Hörsystem mit dem Gehörgang verbindet und für einen guten Sitz, guten Halt und optimalen Komfort sorgt. Die Otoplastiken gibt es in vielen verschiedenen Bauformen und Farben sowie in unterschiedlichen Materialien.

P – Pädakustik:

Die Pädakustik beschäftigt sich mit der Versorgung von hörgeschädigten Kindern. Pädakustiker und Pädakustikerinnen sind speziell geschult um bereits bei kleinen Kindern altersgerechte Hörmessungen durchführen zu können und anschließend mit geeigneten Hörsystemen zu versorgen. Dies ist gerade bei Kleinkindern besonders wichtig, da sich ohne passende Versorgung keine Sprachentwicklung anbahnen kann.

P – Power-HG:

Bei einem hochgradigen Hörverlust reicht ein klassisches Hörsystem nicht aus. Um diesen Hörverlust trotzdem mit einem Hörgerät auszugleichen, wird ein so genanntes Power-Hörgerät angepasst. Die Power-Hörgeräte sind die leistungsstärksten Geräte auf dem Markt und ermöglichen dem Träger so, am Leben teilzunehmen.

Q – :

R – Rückkopplung:

Ein beständiges Vorurteil, welches Hörgeräten anhaftet, ist, dass die Hörsysteme nur pfeifen. Dieses Pfeifen ist eine Rückkopplung, welche dadurch entsteht, dass der vom Hörgerät erzeugte Schall von den eigenen Mikrofonen erneut aufgenommen und verstärkt wird. Ursache hierfür können verstopfte Ohren, falsch oder schlechtsitzende Ohrstücke sowie interne technische Probleme sein.

S – Sprachverstehen:

Die Verbesserung des Sprachverstehens ist das Ziel einer jeden Hörsystemversorgung. Deshalb wird bei einer Hörmessung oftmals auch das Nachsprechen von Wörtern bei verschiedenen Lautstärkepegeln gefordert. Der daraus resultierende prozentuale Wert des Sprachverstehens gibt Aufschluss darüber, welche Sprachverständlichkeit mit Hörgerät bei normaler Sprachlautstärke erwartet werden kann.  

T - T- Spule:

Die T-Spule ermöglicht den Empfang eines Signals über ein elektromagnetisches Feld, welches beispielsweise durch Ringschlaufen am Boden übertragen wird. Das elektromagnetische Signal wird vom Hörgerät wieder in ein akustisches Signal umgewandelt. Eine solche Übertragung ist über ein besonders Symbol gekennzeichnet. Dies ist oft in Kirchen und Konzertsälen sowie auf Bahnhöfen gegeben. So werden Lautsprecherdurchsagen oder die Stimme des Pfarrers direkt auf die Hörsysteme übertragen und störende Umgebungsgeräusche reduziert.

T – TV- Adapter:

Oft haben Hörsystemträger Probleme den Fernseher gut zu verstehen. Dies ist oft der Distanz zwischen Fernsehgerät und Sofa geschuldet. Aber auch die Lautsprecher sind oft an Unter- oder Rückseite angebracht, sodass der Schall nicht zielgerichtet zum Hörer gestrahlt wird. Für die meisten Hörgeräte gibt es deshalb einen TV-Adapter. Die ist ein kleines Gerät, welches mit den Hörsystemen verbunden und an den Fernseher angeschlossen wird. So kann der Fernseh-Ton in Stereoqualität gehört werden.

U – Unbehaglichkeitsschwelle:

Mit der Unbehaglichkeitsschwelle ist der Lautstärkepegel gemeint, bei welchem der dargebotene Ton als unangenehm laut empfunden wird. Mithilfe dieser Messung lassen sich verschiedene Aussagen über die Schwerhörigkeit und das Lautstärkeempfinden treffen sowie Rückschlüsse für die Hörsystemeinstellung ziehen.

V – Verstärkung:

Eine ausreichende Verstärkung ist das A und O einer guten Hörsystemversorgung, denn nur so können die relevanten Sprachanteile verstanden werden. Die Verstärkung berechnet sich aus der gemessenen Hörkurve. An den vollen Ausgleich der Verstärkung muss sich der Träger jedoch erst gewöhnen.

W – WHO-Klassifizierung:

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat den Grad des Hörverlusts in vier Stufen eingeteilt. Grad 1 stellt die leichte Schwerhörigkeit dar, sodass ein erster Beratungstermin sinnvoll ist. Grad 2 ist eine mittelgradige Schwerhörigkeit. Hier wird eine Hörsystemversorgung empfohlen und als hilfreich erachtet. Grad 3 umfasst die hochgradige Schwerhörigkeit und eine Versorgung mit einer Hörhilfe ist notwendig. Der 4. Grad ist die Taubheit grenzende Schwerhörigkeit und eine lautsprachliche Kommunikation ohne Hörsysteme ist nur schwer möglich.

X – „Nix hören“:

„Nix hören“ ist oft schlimmer als es im ersten Moment klingt. So ziehen sich Betroffene oft zurück, meiden soziale Kontakte und vereinsamen zuhause. Ihnen ist es unangenehm wiederholt nachzufragen was gesagt wurde oder falsch zu antworten. Eine gute Hörsystemversorgung ist der Schlüssel zur Teilhabe an gesellschaftlichem Leben und zu einer guten Lebensqualität.

Y - :

Z – Zubehör:

Für Hörsysteme gibt es verschiedenes kabelloses Zubehör, welche den Alltag mit Hörsystemen erleichtern. So gibt es beispielsweise Fernbedienungen, Telefonzubehör, externe Mikrofone und TV-Adapter.  Für Hörgeräte, die nicht direkt mit dem Zubehör verbunden werden können, gibt es universelle Streamer. Diese werden wie eine Kette um den Hals getragen und ermöglichen so die Verbindung zu weiterem Zubehör. Telefongespräche von Mobiltelefonen oder der Ton von Fernsehgeräten können damit direkt in die Hörsysteme übertragen werden. Mit Hilfe von externen Mikrofonen kann die Stimme eines Sprechers (Referenten, Familie oder Bekannten) drahtlos in die Hörsysteme gespielt werden.


 

Diese Text ist (C) 2022  Hörwelt Jana Ritter. Kopieren ist verboten und wird verfolgt. Gerne darf man diese Seite verlinken.  

 

 

E-Mail
Anruf
Karte
Infos
Instagram
LinkedIn